Onboarding richtig gestalten: Wie neue Mitarbeitende schnell ankommen und bleiben
„Ich habe in der ersten Woche dreimal überlegt zu kündigen.“
Diesen Satz sagte mir eine neue Mitarbeiterin in einem sehr gut geführten Handwerksbetrieb. Warum? Nicht etwa, weil die Aufgaben zu schwer oder das Team unfreundlich war – sondern weil sie sich schlichtweg verloren fühlte. Kein Arbeitsplatz, keine klare Aufgabe, keine Information, kein Willkommensgefühl.
Integration von neuen Mitarbeitenden ist die Basis für eine stabile, gemeinsame Zukunft.
Warum Onboarding unterschätzt wird
Gerade in kleinen Unternehmen fehlt oft die Zeit für strukturierte Einarbeitung. „Bei uns läuft das informell“, höre ich oft. Doch was als Pragmatismus gemeint ist, wirkt auf Neue oft wie Desinteresse.
Was gutes Onboarding leisten muss
Orientierung in Arbeitsinhalten und Teamstruktur
Zugehörigkeit und soziale Integration
Klare Kommunikation von Erwartungen
Teambuilding beginnt am ersten Tag.
Der systemische Blick: Beziehung als Startpunkt
Systemisches Onboarding fragt: Was braucht ein Mensch, um sich als Teil eines Systems zu fühlen? Die Antwort: Echtes Interesse, Ansprechpartner:innen, Transparenz – und das Gefühl, gebraucht zu werden.
Beispiele und Methoden
Ein Unternehmen aus dem Pflegebereich führte wöchentliche „Check-in-Gespräche“ in den ersten drei Monaten ein. Die Fragen waren einfach:
„Was hat dich überrascht?“
„Wo fühlst du dich schon sicher?“
„Wo brauchst du mehr Unterstützung?“
Das Resultat: Neue Mitarbeitende berichteten von hoher Identifikation – und blieben deutlich länger als zuvor.
Fazit
Onboarding ist keine Aufgabe für den ersten Tag, sondern für die ersten drei Monate. Wer sie klug gestaltet, investiert in Bindung, Motivation – und den langfristigen Erfolg des Teams.