Vom Ich zum Wir: Wie aus Mitarbeitenden ein Team wird
Wachstum bringt Reibung.
Typische Ursachen dafür reichen von unklaren Rollen und Entscheidungswegen über fehlendes Vertrauen und unausgesprochene Konflikte bis hin zu zu wenig Zeit für echte Kommunikation. Kommen dann noch kulturelle Unterschiede im Umgang mit Verantwortung, Hierarchie oder Feedback hinzu – sowie sprachliche Barrieren, die Missverständnisse begünstigen – entstehen schnell Spannungen im Miteinander. Das spüren viele mittelständische Unternehmen spätestens dann, wenn internationale Teams zusammenarbeiten sollen – und plötzlich mehr Fragen offen bleiben als beantwortet werden. Die Abstimmungen haken, Abteilungen arbeiten aneinander vorbei, Frust breitet sich aus. "Wir müssten eigentlich mal wieder miteinander reden" – dieser Satz fällt oft. Und er ist der Anfang.
Systemische Teamentwicklung ist keine Methode, sondern eine Haltung. Sie traut Teams zu, selbst Lösungen zu finden. Und schafft den Rahmen dafür.
In der systemischen Teamentwicklung sprechen wir vom "Ich zum Wir". Das klingt abstrakt – ist aber in der Praxis oft die entscheidende Bewegung: Weg vom Einzelkämpfertum, hin zu echter Zusammenarbeit. Nicht durch Teambuilding-Spiele, sondern durch Ernstnehmen, Zuhören, und Räume, in denen sich Menschen begegnen können.
Wo der Alltag trennt, schafft der Prozess Verbindung
In vielen mittelständischen Unternehmen erleben wir: Teams sind keine echten Teams mehr. Sie sind lose Zusammenstellungen von Fachkräften, die ihre Jobs erledigen. Kommunikation ist zweckorientiert. Konflikte werden stillschweigend umschifft. Entscheidungen dauern zu lange oder werden nie ganz verstanden.
Was fehlt, ist oft nicht das Know-how. Sondern das Wozu. Die Verbindung. Das gemeinsame Bild davon, wofür man eigentlich zusammenarbeitet. Und das Vertrauen, Dinge offen auszusprechen.
Systemische Teamentwicklung setzt genau hier an. Sie schaut nicht nur auf Prozesse, sondern auf Muster. Auf Beziehungen. Auf unausgesprochene Erwartungen und kollektive Erfahrungen.
Eine Woche, die alles in Bewegung brachte
In unserer Workshop-Woche mit dem internationalen Team passierte genau das:
Wir starteten mit einer Timeline-Arbeit – eine Reise in die gemeinsame Geschichte. Wann lief es gut? Was hat geprägt? Was schmerzt noch? Es wurde gelacht. Und geschwiegen. Erinnert. Und zum ersten Mal wirklich zugehört.
Wir entwickelten Visionen. Groß, bunt, unperfekt. Aber gemeinsam. Wir erlebten, wie aus Einzelnen wieder ein Team wurde. Nicht durch Belehrung. Sondern durch echte Beteiligung, Emotion, Ernstnehmen. Und durch klug gestaltete Räume für Begegnung.
Am Ende formulierten die Teams ihre eigenen Prinzipien für Zusammenarbeit. Keine plakativen Werte. Sondern klare, einfache Sätze wie: "Wir sprechen Probleme an, bevor sie groß werden." Oder: "Wir fragen, bevor wir urteilen."
Warum das mehr ist als ein netter Workshop
Vielleicht fragen Sie sich: Und wie nachhaltig ist das? Meine Erfahrung: Sehr. Wenn die richtigen Fragen gestellt werden. Wenn die Teilnehmenden nicht bespielt, sondern aktiviert werden. Wenn es Anschlussformate gibt. Und wenn die Führung nicht zuschaut, sondern mitmacht.
Systemische Teamentwicklung ist keine Methode, sondern eine Haltung. Sie traut Teams zu, selbst Lösungen zu finden. Und schafft den Rahmen dafür.
Ich bin Daniela Wilberg, systemische Organisationsentwicklerin. Ich begleite mittelständische Unternehmen dabei, Teams wieder in Verbindung zu bringen. Damit aus Arbeitsgruppen echte Gemeinschaften werden. Wenn Sie das interessiert, sprechen Sie mich an.