Rollen klären statt Verantwortungen zuschieben
"Ich dachte, du machst das." – "Ich war davon ausgegangen, dass du es übernimmst." Solche Gespräche kennen viele Teams. Sie sind kein Zeichen von Unfähigkeit, sondern von Unklarheit.
Wenn alles irgendwie geregelt ist – aber keiner sich verantwortlich fühlt
In mittelständischen Unternehmen wachsen Aufgaben oft schneller als die Strukturen. Rollen verschwimmen, Zuständigkeiten werden implizit geregelt. Was anfangs flexibel wirkt, führt mit der Zeit zu Reibung: Aufgaben bleiben liegen, Doppelarbeit entsteht, Spannungen wachsen.
Systemische Organisationsentwicklung schaut hier nicht nur auf Organigramme. Sondern auf gelebte Realität: Wer trifft wirklich Entscheidungen? Wer wird um Rat gefragt? Wer zieht sich zurück, obwohl er formell verantwortlich ist?
Wenn sich Jeder seiner Aufgabe bewusst ist, fällt es leichter, Alles richtig zu machen.
Systemische Organisationsentwicklung schaut hier nicht nur auf Organigramme. Sondern auf gelebte Realität: Wer trifft wirklich Entscheidungen? Wer wird um Rat gefragt? Wer zieht sich zurück, obwohl er formell verantwortlich ist?
Rollen sichtbar machen
In einem Teamworkshop legen wir manchmal einfach Karten auf den Tisch: Aufgaben, Themen, Schnittstellen. Und dann fragen wir: Wer fühlt sich zuständig? Wer ist beteiligt? Wer entscheidet?
Aus diesen einfachen Fragen entstehen klärende Gespräche. Und oft auch neue Rollen, die vorher nicht sichtbar waren. Zum Beispiel: "Beziehungsmanagerin zum Kunden", "Verantwortlicher für Zwischentöne", "Filter für technische Entscheidungen".
Klarheit schafft Energie
Rollen klären bedeutet nicht, alles festzuschreiben. Es bedeutet, Verantwortung dort sichtbar zu machen, wo sie gelebt wird – und zu fragen: Passt das noch? Will ich das (noch)? So entsteht Eigenverantwortung. Und das, was viele sich wünschen: echte Zusammenarbeit.
Ich bin Daniela Wilberg, systemische Organisationsentwicklerin. Wenn Sie mehr erfahren möchten: Lesen Sie gern weitere Artikel oder treten Sie mit mir in Kontakt.