Großgruppenformate wirksam moderieren – mehr als Methodenvielfalt

"Ich hätte nie gedacht, dass man mit 40 Leuten so tief arbeiten kann." Das war das Fazit einer Teilnehmerin nach einem Großgruppenworkshop in einem mittelständischen Unternehmen. Und tatsächlich: Wenn Großgruppenformate gut gestaltet sind, können sie unglaublich kraftvoll sein.

Wenn Beteiligung mehr ist als ein Stuhlkreis

Viele Unternehmen haben schon mal ein World Café gemacht oder eine Open Space-Konferenz erlebt. Doch oft bleibt der Eindruck: viel Gerede, wenig Ergebnis. Dabei liegt die Wirksamkeit nicht im Format selbst – sondern in der Haltung, mit der es gestaltet wird.

Systemisch moderieren heißt: Räume schaffen, in denen echte Beteiligung möglich ist. In denen Unterschiedlichkeit nicht als Problem, sondern als Ressource erlebt wird. In denen Menschen sich zeigen – und gehört werden.

Struktur, die Freiheit ermöglicht

Ein gut gestaltetes Großgruppenformat ist kein Zufallsprodukt. Es braucht einen klaren Rahmen, gute Fragen, durchdachte Dramaturgie. In einem mehrtägigen Workshop arbeiteten wir mit über 50 Personen an der Frage: "Wie wollen wir in Zukunft zusammenarbeiten?" – und es entstand eine beeindruckende Energie. Nicht durch Tools. Sondern durch Resonanz.

Den Einzelnen sichtbar zu machen funktioniert auch in großen Gruppen.

Den Einzelnen sichtbar zu machen funktioniert auch in großen Gruppen.

Von der Gruppe zum System

Großgruppenformate machen sichtbar, was sonst verborgen bleibt: implizite Regeln, unausgesprochene Spannungen, geteilte Visionen. Sie bringen das System ins Gespräch mit sich selbst – und genau das macht sie so wirksam.


Ich bin Daniela Wilberg, systemische Organisationsentwicklerin. Wenn Sie mehr erfahren möchten: Lesen Sie gern weitere Artikel oder treten Sie mit mir in Kontakt.

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Systemisch führen in agilen Umfeldern